Knochen

S. Burkhardt

Knochen gießen

Formenbau im Wahlpflichtkurs Kunst Klassenstufe 9

Der Wettbewerb und die somit erforderliche Herstellung eines Femur-Modells gab den Anlass, im Kunstunterricht ein Unterrichtsvorhaben zum Thema "Körperteile" durchzuführen.

Gruppen von jeweils zwei bis vier Schülerinnen und Schülern ordneten sich zunächst einer Reihe von Körperteilen zu. So gab es eine Gruppe "Auge", eine "Haut und Adern", eine "Organe", eine "Nase", eine zu "Knochen" und eine Gruppe "Herz". Und natürlich die "Femur"-Gruppe, die das Modell eines Oberschenkelknochens herstellen wollte. Recherchen im Internet und in Anatomie-Büchern hatten zur Folge, dass jeder Gruppe bald eine Auswahl von Abbildungen zur Verfügung stand. Auf Basis dieser Abbildungen entstanden Skizzen und überlegungen zur Materialwahl. Hierbei stand die Frage im Vordergrund, welches Material zu welcher Art Körperteil passte, um sich seiner Anmutung anzunähern.

Einige Gruppen beschlossen, Gussformen zu bauen, andere wollten sich mit Hilfe von Drahtgerüsten und Pappmaché oder Styroporteilen an die Formen annähern. Auch Schaumstoff und Gummischläuche sollten zum Einsatz kommen, so zum Beispiel beim Herz. Nach anfänglichen Unsicherheiten, auch aufgrund der fehlenden Vertrautheit der Schülerinnen und Schüler mit einigen der Materialien (Gips, Wachs, Schellack, Schaumstoff, Styropor, etc.) in Verbindung mit dem hohen Grad an Eigenverantwortung, lief die Arbeit gut an und die Gruppen arbeiteten konzentriert an ihren einzelnen Vorhaben.

In der Gruppe die das Femur-Modell baute wurde weniger experimentell vorgegangen als in den anderen Gruppen. Materialexperimente waren hier nicht notwendig, da von Anfang an feststand, dass das Modell aus Gips gebaut werden sollte. Dazu musste zunächst eine Positivform aus Ton angefertigt werden. Als Vorlage dienten Fotos aus dem Internet, die verschieden Ansichten des Knochens zeigten. Auch das schuleigene Skelett aus der Biologie wurde zur überprüfung der Proportionen herangezogen.

Mit Hilfe eines Schuhkartons wurde dann eine Negativform aus Gips hergestellt. Das noch feuchte Tonmodell wurde nach Anbringen eines Gusskanals aus Ton in die eine Gipshälfte eingebettet. Es muss dabei feucht sein, damit es sich später nach Trocknung des Gipses wieder entfernen lässt. Nachdem die eine Hälfte getrocknet war, wurde sie mit Schellack und anschließend mit Vaseline eingepinselt, beides funktioniert als Trennmittel. Anschließend wurde die zweite Hälfte Gips gegossen, über das eingelegte Tonmodell. Nach Trocknung wurden beide Hälften voneinander gelöst und das Tonmodell entfernt. Die gesäuberte Gipsform konnte nun zum Gießen einer Positivform aus Gips benutzt werden. Dazu wurde sie erneut eingefettet, zusammengesetzt und mit Schraubzwingen fixiert. Die Spalten wurden vorsichtshalber mit Ton abgedichtet. Wir haben dann vorsichtig den Gips eingegossen. Die Form muss anschließend etwas gerüttelt werden, um Luftblasen aufzulösen. Außerdem wurde jeweils eine Metallstange mit eingegossen, um dem Modell Stabilität zu geben.

Nach dem Auslösen aus der Form musste das gegossene Modell noch etwas nachbearbeitet werden, die Gussnähte mussten abgeschliffen werden. Es wurde dann auch noch ein Modell aus Wachs hergestellt, um noch ein weiteres Material auszuprobieren.

Eingießen des Gipses in die abgedichtete Form
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Bearbeitung der Form nach einfüllen des Gipses (Säuberung und Einbringen des Metallstabes)
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Nachbearbeiten des fertigen Modells
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Das fertige Modell
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Gussform
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